Green-Lady
Geheime Welt Idhún von Laura Gallego Gracía

Kapitel 1: Jack (Vortsetzung Nr. 2)

Jack wurde schlagartig klar, dass dieser seltsame Fremde höchstwahrscheinlich für den Tod seiner Eltern verantwortlich war. Er reagierte schneller, als sein Wiedersacher vorhergesehen hatte, sprang auf und rannte zur Treppe.Er hörte den Mann hinter sich schreien, ließ sich aber nicht beirren und stürmte weiter. In seiner Hast stolperte er erneut und stürzte die Stufen hinab bis ins Wohnzimmer.
Als er sich aufgerappelt hatte, spürte er etwas Eiskaltes hinter sich und erschauerte undwillkürlich. Er drehte sich langsam um. Vor ihm stand ein schwarz gekleideter Junge, der nur wenig älter schine als er selbst. Er war schlank und durchtrainiert, mit weichen Gesichtszügen. Glattes, hellbraunes Haar umrahmte sein Gesicht und seine blauen Augen blickten ihn forschend an.
Jack hatte ihn noch nie zuvor gesehen, da war er sihc sicher. Aber aus irgendeinem Grund emfpand er eine so heftige Abneigung gegen ihn, dass er sich am liebsten geshcüttelt hätte. Doch er beherrschte sich und sah dem Unbekannten direkt in die Augen. SOfort spürte er ein seltsames Kribbeln. Er war, als sei etwas in ihn eingedrungen und erforschte nun seine geheimsten Gedanken und Gefühle. Un da war noch etwas. Kälte. Jack war wie gelähmt, wie gebannt vom Blick des Jungen.
'Ich habe dich gesucht', ertönte eine Stimme in Jacks Kopf. in diesem Augenblick begriff er, dass er sterben würde, so wie es die Fliege begreift, die sich in einem Spinnennetz verfangen hat, oder die Maus, die sihc nicht vom Blich einer Schlange lösen kann.
Aber plötzlich wurde er gepackt und zur Seite gerissen. Jack stürzte zu Boden, auf den Teppich, rappelte sihc hoch und sah sich benommen um. Ein junger Mann von etwa zwanzif Jahren, groß und muskulös, mit kurzem, kastanienbraunem Haar und ernster, strenger Miene war dem Jungen in Schwarz gegenüber getreten. Der Junge sah seinen Wiedersacher ungerührt an, verharrte jedoch in einer Haltung gelassener Vorsicht. Voller Verblüffung beobachtete Jack, wie der Mann ein Schwert zog und aufden Jungen losging. Dieser nahm die Herausforderung an, zog sein eigenes Schwert aus einer Scheide, die er auf dem Rücken trug, und parierte den Angriffmir übermenschlicher Schnelligkeit und Gewandtheit.
Gelähmt vor Entsetzen sha Jack zu, wie sich die beiden Unbekannten bei ihm zu Hause im Wohnzimmer ein Duell lieferten. Dabei kippte der Esstisch um, die Vorhänge zerrissen, der Fernseher wurde von einem Schwertstoß zerstört. Der Mann, der Jack zur Seite gestoßen hatte, bewegte sich sicher und souverän, stieß kraftvoller zu, aber der Junge in schwarz war um einiges Schneller, leiser und tödlicher. Jack bemerkte, dass jedes Mal, wenn die beiden Schwerter zusammenprallten, eine Art übernertürlicher Funke von den Klingen sprang.
All das war ein Alptraum. Es konnte einfach nicht wahr sein. Gerade als jack anfangen wollte zu schreien, packte ihn jemand und hielt ihm dne mund zu. Ihm wurde schwindlig und er versuchte sich aus der Umklammerung zu befreien. Als Jack den Kapf wandte, sah er, dass die Arme einem schlanken, etwa achtzehnjährigen jungen Mann gehörten. Er hatte schwarzes Haar, große, dunkle Augen und eine ernste Miene. Verzweifelt packte Jack die Arme des Fremden, aber er konnte sich nicht losmachen. Der Schwarzhaarige schüttelte nur den Kopf und ´sagte etwas in einer Sprache, die Jack nicht verstand.
Unter dessen hatten die Beiden anderen ihren Zweikampf fortgesetzt. Während sie weiterkämpften, tauchte der Mörder von Jacks Eltern am oberen Ende der Treppe auf. Der Schwarzhaarige, der Jack festhielt, bemerkte es und rief seinem kämpfenden Gefährten etwas zu. Dieser nickte udn versuchte bis zu Jack und seinem Bewacher zurückzuweichen. Der Junge in Shcwarz setzte ihm nach und ließ dass Schwert genau in dem Moment auf alle drei niedersausen, als der Schwarzhaarige seinen Gefährten am Arm packte. Das Letzte, was Jack sah, bevor sich alles zu drehen begann, war ein Paar eiskalte blaue Augen ...
20.5.06 12:17
 


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